Forschung & Studien
Wie Griechenland mit einem strukturierten Versorgungspfad die renale Denervierung in der Hypertoniebehandlung vorantreibt
16. März 2026
Kostantinos Tsioufis, Professor für Kardiologie, National- und Kapodistrias‑Universität Athen, Griechenland:
„Konsensbasierter Überweisungspfad für den klinischen Einsatz der renalen Denervierung bei unkontrollierter Hypertonie: Aktuelle internationale Leitlinien empfehlen die renale Denervierung (RDN) als dritte therapeutische Säule in der Behandlung der unkontrollierten oder resistenten Hypertonie – neben Lebensstilinterventionen und Pharmakotherapie – innerhalb eines Shared‑Decision‑Making‑Ansatzes.
Um die effektive Umsetzung dieser Empfehlungen im griechischen nationalen Gesundheitssystem zu ermöglichen, hat die Hellenische Gesellschaft für Hypertonie in Zusammenarbeit mit der Hellenischen Gesellschaft für Kardiologie (Arbeitsgruppen „Hypertonie und Herz“, „Interventionelle Kardiologie“), der Hellenischen Gesellschaft für Nephrologie sowie der Hellenischen Akademie für Allgemeinmedizin/Familienmedizin und Primärversorgung einen konsensbasierten, strukturierten Überweisungspfad zur Optimierung der Blutdruckkontrolle entwickelt.
In diesem Pfad wird das Management eines hypertonen Patienten als ein stufenweiser Prozess in sieben aufeinanderfolgenden Schritten dargestellt:
- von der initialen Erkennung erhöhter Blutdruckwerte und der Bestätigung der Hypertoniediagnose bis hin zur Therapie der Hypertonie einschließlich der möglichen Anwendung innovativer Therapien sowie der anschließenden Nachsorge durch den behandelnden Arzt. Bei Patienten, die einer RDN zustimmen, sollte die Bestätigung der Eignung für die RDN durch eine Hypertonie‑Team (persönlich oder remote) nach sorgfältiger Prüfung der medizinischen Unterlagen einschließlich einer 24‑Stunden‑Langzeitblutdruckmessung erfolgen.
- Das Hypertonie‑Team sollte idealerweise eine Hypertonie‑Spezialambulanz, ein Hypertonie‑Exzellenzzentrum oder einen spezialisierten Arzt mit nachgewiesener Erfahrung in der Hypertoniebehandlung umfassen. Der Eingriff sollte in Katheterlaboren mit mittlerem bis hohem Prozedurenvolumen von erfahrenen interventionellen Ärzten durchgeführt werden. Anschließend werden die Patienten zur regelmäßigen Weiterbetreuung an ihre behandelnden Ärzte zurückü
- Die behandelnden Ärzte werden zudem gebeten, die Daten ihrer Patienten im nationalen griechischen RDN‑Register (Hellenic‑RDN‑Datenbank) zu erfassen, das auf der Website der Hellenischen Gesellschaft für Hypertonie verfügbar ist.
Auf diese Weise bieten wir erstmals im Konsens einen strukturierten Überweisungspfad an, der darauf ausgelegt ist, die Blutdruckkontrollraten zu verbessern, indem alle leitliniengestützten Therapieoptionen – einschließlich der RDN – in den organisatorischen Rahmen eines nationalen Gesundheitssystems integriert werden.“
Quelle:
Tsioufis K, Doumas M, Aznaouridis K, Davlouros P, Dimitriadis K, Fragkoulis E, et al. Consensus Referral Pathway for the Clinical Use of Renal Denervation in Uncontrolled Hypertension: A Joint Statement by the Hellenic Society of Hypertension, the Hellenic Society of Cardiology, the Hellenic Society of Nephrology and the Hellenic Academy of General Practice/Family Medicine and Primary Health Care. Hellenic J Cardiol. 2026. doi:10.1016/j.hjc.2025.12.004
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