Schon gewusst?

Schlaganfälle folgen einem saisonalen und täglichen Muster – Was können Sie dagegen tun?

10. Dezember 2025

Während Sie zu Hause die Winterzeit genießen, ist diese schöne Jahreszeit leider auch Hochsaison für Schlaganfälle.1 Im Durchschnitt erleidet einer von vier Menschen im Laufe seines Lebens einen Schlaganfall. Jedes Jahr sind weltweit fast 12 Millionen Menschen betroffen, was zu 7,3 Millionen Todesfällen führt und Schlaganfälle zur zweithäufigsten Todesursache weltweit macht.2

Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist Bluthochdruck. Für Patient*innen mit unkontrollierter Hypertonie trotz Lebensstiländerungen und Medikation – oder für diejenigen, die Medikamente nicht vertragen oder ein hohes kardiovaskuläres Risiko haben – bietet die renale Denervation mit Ultraschall eine ergänzende Therapieoption.

Das bedeutet: Schlaganfälle können jederzeit auftreten, aber Studien zeigen, dass es typische Zeitpunkte gibt – morgens, montags und rund um die Feiertage im Winter.

Warum am Morgen?

Schlaganfälle treten häufig in den Morgenstunden auf. Laut einem Artikel im AHA Journal zeigte die 40-jährige Framingham-Studie, dass die meisten Schlaganfälle zwischen 8 und 11 Uhr auftreten.2 Begriffe wie „Wake-up-Stroke“ und „Schlaganfall unbekannten Beginns“ beschreiben Ereignisse, die erst beim Aufwachen bemerkt werden und ebenfalls morgens stattfinden.

Daten deuten darauf hin, dass endogene Faktoren mit zeitlicher Variation – wie Blutdruck (physiologischer nächtlicher Abfall und morgendlicher Anstieg), Aktivität des autonomen Nervensystems (Sympathikusaktivierung nach dem Aufwachen) sowie hämostatisches Gleichgewicht (erhöhte Thrombozytenaggregation, Hyperkoagulabilität und Hypofibrinolyse am Morgen) – die Schlaganfallrisiko beeinflussen oder sogar auslösen können.3,4

Warum am Montag?

Die Framingham-Studie fand außerdem heraus, dass der Montag der häufigste Wochentag für Schlaganfälle ist. Bei intrazerebralen Blutungen trat ein Drittel an einem Montag auf. Mögliche Gründe: Stress durch den Arbeitsbeginn und ungesündere Entscheidungen am Wochenende – mehr Alkohol, weniger Schlaf und Salz- sowie fettreiche Ernährung.2,3

Warum im Winter?

Mehrere Faktoren können das Risiko erhöhen:

  • Ungesunde Feiertagsgewohnheiten: Mehr Alkohol, salzige, fettige und zuckerreiche Speisen.
  • Kälte: Sinkende Temperaturen führen zu Gefäßverengung und erhöhter Blutgerinnung, was die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigen kann.5
  • Stress und gestörte Routinen: Emotionaler oder finanzieller Stress, Reisebelastung und unregelmäßige Schlafmuster können das Risiko zusätzlich steigern.6

Genießen Sie die Winterzeit – aber behalten Sie Ihren Blutdruck und Ihre Medikation im Blick. Übrigens: Regelmäßige Saunabesuche können helfen, das Schlaganfallrisiko im Winter zu senken.7